Als echte Weltkonzerne sind einige deutsche Firmen mit bis zu dreistelligen Milliardenumsätzen am Start und geben hunderttausenden Leuten Arbeit. Mitunter wackelt ein solches Imperium allerdings auch bedenklich, etwa wenn wie jüngst bei VW ein Abgasskandal für Einbrüche bei den Verkaufszahlen führt und es gibt sicher starke Schwankungen in einem möglichen Ranking. Trotzdem, die Platzhirsche sind seit Jahren auf den vorderen Plätzen zu finden und normalerweise sollte sich daran auch so schnell nichts ändern. Es fällt auf, dass keine der ganz großen Firmen ihren Sitz in Ostdeutschland hat – Zufall oder schlicht weg unattraktiv?

Die Plätze auf dem Podest

Ganz oben und klare Nummer 1 beim Umsatz ist der Volkswagen Konzern aus Wolfsburg. Trotz der Skandale und Probleme werden hier immer noch gut 200 Milliarden Euro im Jahr eingefahren, wobei freilich der Gewinn erst einmal deutlich sinken sollte. Den zweiten Platz belegt Daimler, wer sonst, schließlich sind die Fahrzeuge überall auf der Welt beliebt und bekannt und damit erzielt das Unternehmen gut 130 Milliarden Euro. Die Bronzemedaille geht an E.ON aus Düsseldorf, eine Firma zur Energieerzeugung, die sich seit Jahren aufgrund politischer Entscheidungen wandeln muss und dabei hohe Verlust einfährt. Trotzdem erreicht E.ON immer noch einen Umsatz von gut 100 Milliarden Euro.

Autos, Chemie, Mischkonzerne

Ganz knapp am Podest schrammt BMW vorbei, der nach Umsätzen viertgrößte Konzern in Deutschland. Beinahe 100 Milliarden sind es für die Bayrischen Motorenwerke jährlich. Als typischer Mischkonzern folgt Siemens mit etwa 90 Milliarden Umsatz und die Firma beinhaltet Medizintechnik, eine Energiesparte, Produktionsstätten für Infrastruktur wie beispielsweise Züge für den Personenverkehr und auch für städtebauliche Maßnahmen hat Siemens jede Menge zu bieten. Der Sitz befindet sich sowohl in Berlin wie auch in München. Als nächstes Unternehmen sei BASF aus Ludwigshafen genannt, die erzielen mit Chemie und Kunststoffprodukten gleichfalls etwa 90 Milliarden Euro Umsatz.

Einzelhandel und ein einstiger Branchenriese

Der Metro Konzern kommt mit gut 80 Milliarden Euro auf gute Zahlen, wird aber zugleich von Familienunternehmen wie Aldi Nord und Süd sowie der Schwarz Beteiligungsgruppe flankiert, die fast ähnlich hohe Umsätze ausweisen. Die deutsche Telekom hingegen war einstmals eine Art Monopolist und zudem auch in staatlicher Hand, heute ist der Konzern für Kommunikationstechnologie gute 75 Milliarden Euro schwer und beschäftigt zweihunderttausend Menschen.

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