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Wer heute global mitspielen will im Bereich der Wirtschaft, der wendet sich bei der Suche nach Kapital meistens an die Börse. Ein sicher einfacher, aber zugleich auch komplizierter Weg, schließlich müssen bei einer Listung am Aktienmarkt bestimmte Zahlen permanent veröffentlicht werden. Und so gibt es gerade in Deutschland eine Menge sogenannter Familienunternehmen, die Milliardenumsätze erzielen und trotzdem verschwiegen, intransparent wirtschaften, was allerdings ihrem Erfolg keinen Abbruch gibt. Der Industrieverband Deutschland verweist übrigens auf den Umstand, dass hierzulande gut 90 Prozent aller Betriebe in der Hand der Besitzer sind, familiengeführt also und das sorgt für die allermeisten Arbeitsplätze in der BRD. Wer sind die größten familiengeführten Konzerne in der BRD und womit machen sie ihr Geld?

Jahrzehntelange Dominanz im Einzelhandel

Die Albrecht Brüder sind bekannt für ihr geheimnisvolles Firmenimperium, das sich auf Aldi Süd und Nord erstreckt, gewaltige Supermarket Ketten, die einen Umsatz von mehr als 60 Milliarden Euro erwirtschaften. Aber die Albrechts sind längst nicht mehr allein und stehen in heftigem Kampf mit der Schwarz Beteiligung GmbH, die mit Lidl Märkten und anderen Ketten mehr als 80 Milliarden Euro macht im deutschen Einzelhandel. Und schließlich wäre hier noch die Metro zu nennen in diesem Segment, doch ist dieser weltweit agierende Handelskonzern kein Familienunternehmen.

Automobilindustrie und Zulieferer

Vor wenigen Jahren wollte die Schaeffler Gruppe den Reifenhersteller Continental übernehmen und hat sich dabei fast verhoben. Freilich zeigt dies die Finanzkraft von Familienunternehmen und Schaeffler selbst erzielt immerhin rund 13 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Auch einer der größten deutschen Autohersteller, BMW, ist zu einem Gutteil in Privatbesitz, hier ist von der ominösen Frau Klatten zu lesen, die noch viele andere Beteiligungen an Firmen besitzt. BMW kommt auf fast 80 Milliarden Umsatz.

Sehr bekannt ist die Bosch Gruppe mit rund 70 Milliarden Umsatz. Als einer der wichtigsten Zulieferer für Autoteile, Elektronik und mittlerweile auch Umwelttechnik gehört das Unternehmen keinen Aktionären. Und ganz zum Schluss lässt sich natürlich auch Volkswagen als Familienunternehmen bezeichnen, weil hier zum einen die Familie Piech und das Land Niedersachsen Anteile haben und entsprechenden Einfluss ausüben, zum anderen aber die Struktur des Konzerns nicht einfach so in fremde Hände etwa aus dem Ausland überführt werden kann.